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Meine Heimat - Meine Zukunft. Heimat und Identität in der Kinder- und Jugendliteratur

 

Der Kinder- und Jugendliteratursommer 2016 widmete sich ebenfalls dem Thema Heimat und Identität und damit einem der zentralen Menschheitsthemen, dem aus verschiedenen Gründen höchste Aktualität zukommt.


Brisant wird das Thema vor dem Hintergrund der anwachsenden Migrations- und Flüchtlingsbewegungen, weltweit verursacht durch wirtschaftliche Not, Kriege, Natur- und Umweltkatastrophen. Sie konfrontieren die Ankommenden wie die Zurückbleibenden und die Aufnehmenden mit der Frage, was Identität und Heimat heute bedeuten.

Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen heute ihre Familie und ihr soziales Umfeld als Heimat begreifen und wie wichtig diese Einbindung für die Identitätsbildung ist, erstaunt es, wie viele starke Kinderfiguren in der Literatur diese Bezüge verloren haben. Sie wollen oder müssen auf sich gestellt ihren Weg suchen und herausfinden, wer sie sind – und sie sind keineswegs unglücklich darüber! Zu denken wäre hier beispielsweise an einige Klassiker wie Huckleberry Finn (1890 von Mark Twain), Pippi Langstrumpf (1945 von Astrid Lindgren) oder auch Herr der Diebe (2000 von Cornelia Funke).

Was Heimat und Identität wirklich bedeuten, wird dennoch vielleicht am klarsten, wenn der Verlust droht oder man das Zuhause tatsächlich verloren hat, während die Sehnsucht nach dem Aufgehobensein bleibt. So schildert 2013 Manfred Mai in „Das verkaufte Glück. Der lange Weg der Schwabenkinder“ wie das Leben im 19. Jahrhundert in den Alpen tatsächlich war. In „Ben liebt Anna“ (1979) erzählt Peter Härtling wie ein polnisches Aussiedlermädchen in die Klasse kommt und versucht, trotz der Sprachprobleme, Anschluss zu finden. Ebenfalls um das vorsichtige Tasten in einer noch nicht vertrauten Sprache und die Suche nach dem eigenen Platz geht es in „Die Sprache des Wassers“ (2013, nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014) von Sarah Crossan. Als Versroman gestaltet sie die Geschichte eines polnischen Mädchens in London.