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Frauen in der Literatur

Autorenlesung im Rahmen des Literatursommers 2012. Auch der diesjährige Literatursommer bietet vielfältige Veranstaltungen.

Frauen in der Literatur sind zahlreich: Autorinnen schreiben für alle Genres, weibliche Charaktere bevölkern Texte aller Gattungen, Frauen machen einen großen Teil des lesenden Publikums aus. Der Literatursommer 2018 eröffnet damit die Möglichkeit, bedeutende Schriftstellerinnen mit Bezug zu Baden-Württemberg, historische wie zeitgenössische Persönlichkeiten, besser kennenzulernen. Facettenreich gestaltete Frauenfiguren in der Literatur laden dazu ein, sich mit ihnen zu identifizieren oder kritisch auseinanderzusetzen. Welche Bedeutung hat die weibliche Figur im Werk? Wie ist die Rolle der schreibend-imaginierenden Frau, ihre gesellschaftliche Bedeutung im Spiegel der Zeit zu sehen?

Thema des Literatursommers soll nicht die sogenannte „Frauenliteratur“ sein. Geöffnet werden soll der Blick auf die Frau als Schreibende, als Lesende und als Protagonistin in von Frauen wie von Männern verfassten Werken.

Lässt man einmal die verschiedenen Assoziationen Revue passieren, die sich mit der Beschreibung „Die Frau in der Literatur“ verbinden, dann reicht der Bogen beispielsweise von den trivialen „Frauenromanen“ des 19. Jahrhunderts über die vielgepriesenen „Frauen der Romantik“  und die feministischen Literaturkritik der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts bis hin zum „Frauenkrimi“ und den „literarischen Fräuleinwundern“ unserer Tage.

Den überwiegend aus männlicher Sicht geprägten literarischen Frauenfiguren wurde von Schriftstellerinnen in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts der „weibliche Blick“ entgegengehalten. Bücher von Christa Wolf, Ingeborg Bachmann oder Verena Stefan veränderten in Deutschland grundlegend das Verständnis von „Frau-Sein“ und Literatur, sowohl hinsichtlich der Rolle der Autorin, als auch bei der Gestaltung von Charakteren, oder auch in der Rezeption durch das lesende Publikum.

Vielfältig imaginierte Protagonistinnen sind heute zahlreich zu finden. Wir begegnen ihnen etwa in „Reisende auf einem Bein“ (Herta Müller 1989), „Das nackte Auge“ (Yōko Tawada 2004), „Das Kleid meiner Mutter (Anna Katharina Hahn 2012), „Refugium“ (Claire Beyer 2013), „Johanna“ (Felicitas Hoppe 2016), „Unterleuten“ (Juli Zeh 2016) oder in „Yseut“ (Marlene Streeruwitz 2016), um nur einige Beispiele aus der Fülle herauszugreifen. Der Literatursommer 2018 bietet Gelegenheit, viele weitere kennenzulernen.