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Mädchenbücher - Jungenbücher

 

Der Kinder- und Jugendliteratursommer 2018 setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Literatur für Mädchen und Jungen im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Es gibt sie, die klassischen Mädchen- und Jungenbücher. Und es gibt sie zu Recht. Während Mädchen über Generationen hinweg Heidi, Zora sowie Hanni und Nanni lasen, konnten sich Jungs für Tom & Huckleberry, Robinson oder Lederstrumpf begeistern. Und auch heute gibt es noch zahlreiche Erzählungen, die einzelne Protagonistinnen oder Protagonisten in den Vordergrund stellen.

Anfänglich waren die typischen Mädchenbücher wohl vor allem dafür gedacht, ihre Leserinnen auf die spätere Rolle als Ehefrau und Mutter vorzubereiten, während man Abenteuergeschichten besser geeignet für Jungen hielt. Natürlich hat diese erzieherische Idealvorstellung manche Mädchen nicht davon abgehalten, die Erzählungen von Mutproben und Wagnissen ebenso spannend zu finden, wohingegen die speziellen Mädchen-Geschichten auf Jungen kaum anziehend wirkten. Das scheint sich bis heute fortzusetzen.

Mit einem sich ändernden Rollenverständnis der Mädchen in der Gesellschaft ändert sich auch die Literatur. So ist es nicht verwunderlich, dass heute z. B. Abenteuerbücher für Mädchen geschrieben werden oder Romane, die weibliche und männliche Lebenswelten thematisieren und den Lesenden die Bedeutung von Konventionen vor Augen führt. In der Jungenliteratur hingegen ist der Held nicht mehr gesetzt, er entwickelt sich vielmehr.

Eine Fülle von Texten wartet darauf, unter z. B. folgenden Fragestellung gelesen, wieder gelesen und diskutiert zu werden: Gibt es noch die klassischen Jungen- und Mädchenbücher oder lesen Jungen und Mädchen mittlerweile die gleichen Bücher? Werden weiterhin Geschlechter-Stereotype wiederholt oder neue Vorbilder entwickelt? Wie steht es mit der Darstellung der Geschlechterrollen in der Kinder- und Jugendliteratur? Worin besteht der Unterschied zwischen heutigen neuen und den bekannten früheren Charakteren?

Der Kinder- und Jugendliteratursommer bietet die Möglichkeit, literarisch gesetzte Normen und Werte aufzubrechen und das Rollenverständnis von Mädchen und Jungen über die Literatur zu beleuchten.