Wenn im Deutschen Fleischermuseum plötzlich eifrig diskutiert, fotografiert, gezeichnet und an den besten Schlagzeilen gefeilt wird, dann sind keine Profijournalist*innen am Werk – sondern Kinder. Vom 3. bis 7. August 2026 verwandelt sich das schrägste Haus der Stadt in eine lebendige Zeitungsredaktion. Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren schlüpfen in die Rolle von Reporter*innen und gestalten ihre eigene Zeitung – von der ersten Idee bis zur druckfrischen Ausgabe.
Gemeinsam mit der Künstlerin Andrea Liebe entwickeln die jungen Journalistinnen ihre eigene Zeitung. Es wird recherchiert, interviewt, fotografiert, geschrieben und illustriert. Unterstützt wird das Projekt vom Team des Deutschen Fleischermuseums unter der Leitung von Dr. Christian Baudisch. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht das Thema „Mut und Zuversicht". Was macht Menschen mutig? Wo finden wir Hoffnung? Welche Geschichten verdienen es, erzählt zu werden? Diesen Fragen gehen die jungen Reporterinnen mit viel Neugier nach. Welche Rubriken ihre Zeitung enthält, welche Menschen sie interviewen und wie die fertige Ausgabe aussieht, entscheidet die Nachwuchsredaktion selbst. So entsteht eine Zeitung, die so einzigartig ist wie ihre Macher*innen.
Ganz nebenbei lernen die Kinder, Informationen zu recherchieren, Fragen zu stellen, ihre Meinung zu vertreten und kreativ im Team zu arbeiten. Und natürlich gehört auch das dazu, was jede gute Redaktion ausmacht: gemeinsam Ideen entwickeln, diskutieren, lachen, verwerfen und am Ende stolz auf das eigene Werk blicken.
Den krönenden Abschluss bildet am Freitag, 7. August 2026, um 14.30 Uhr eine öffentliche Pressekonferenz im Deutschen Fleischermuseum. Dort präsentiert die Nachwuchsredaktion ihre druckfrische Kinderzeitung, berichtet von ihren Erlebnissen während der Workshopwoche und eröffnet eine kleine Ausstellung ihrer Arbeiten.
Wer wissen möchte, wie die nächste Generation Journalismus versteht, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen. Die jungen Reporter*innen freuen sich auf neugierige Fragen – und natürlich darauf, ihre erste eigene Zeitung der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die jungen Chefredakteur*innen sind gespannt auf ihr erstes Presseecho. Ob die Schlagzeilen treffen, die Interviews neugierig machen und die Titelseite überzeugt? Das Urteil überlassen sie mit einem Augenzwinkern gern den Profis. Die Presse ist herzlich eingeladen, die Zeitung kritisch, wohlwollend und mit journalistischer Neugier unter die Lupe zu nehmen. Schließlich gehört zu einer echten Redaktion nicht nur das Schreiben, sondern auch das Feedback ihrer Leser*innen. Vielleicht entsteht dabei ja sogar die erste offizielle Rezension einer Kinderredaktion aus dem Deutschen Fleischermuseum.